Helfen Sie einer Tschetscheni­schen Familie

Die Pfarre Ybbs betreut zur Zeit eine tschetschenische Familie. Die Familie Ustarkhanov ist seit 2012 in Österreich.

Famile Ustarkhanov
Familie Ustarkhanov
(c) Pfarre Ybbs - Diakon Josef Weiß

Christsein heißt,
den Mut haben,
bis ins Letzte menschlich zu sein,
zu versuchen,
es gemeinsam zu sein.

(J. Cardonnel)

Zuerst ist die Mutter Rasjet mit den vier Kindern Alchazar (geb. 2004), Iznaur (geb. 2006), Dajana (geb. 2008) und Aminat (geb. 2010) nach Österreich gekommen. Im Herbst 2012 stieß dann auch der Vater Abubakar Ustarkhanov dazu. Seit damals sind sie in Ybbs in einem Quartier versorgt worden. Ihr Asylantrag wurde zweimal abgelehnt, so dass jetzt die Abschiebung droht. Sie sind in einer von der Pfarre Ybbs zur Verfügung gestellten Wohnung untergebracht und werden von der Pfarrcaritas und privaten Hilfen unterstützt.

Der Vater hat in Tschetschenien verfolgten Menschen geholfen. Unter anderem hat er (er war nachts auch Taxifahrer) 2010 einem Schwerverletzten das Leben gerettet, indem er ihn von der Straße auflas und ins Krankenhaus brachte. Dieser Verletzte dürfte ein Regierungsgegner gewesen sein, da ein paar Tage später bereits die Behörden vor der Tür standen und den Vater verhafteten.

Vater und Mutter wurden vor den Augen der Kinder geschlagen, der Vater mitgenommen. In dieser Zeit wurde er gefoltert, misshandelt und dann vor der Haustür der Familie einfach abgelegt. Von seinen schweren Kopfverletzungen hat er sich noch immer nicht ganz erholt. Eine Diagnose von einem österreichischen Arzt bestätigt eine schwere Traumatisierung. Wiederholt wurde der Vater von den tschetschenischen Behörden zu Verhören vorgeladen. Dem Druck hat er nicht standhalten können und ist daher nach Russland geflohen. Um die Frau zu zwingen, den Aufenthalt ihres Mannes preiszugeben, nahm man ihr für eine Woche die drei älteren Kinder weg, ohne ihr zu sagen, wo sie sind.

Von zwei Männern, die dem Vater bei seiner Hilfeleistung geholfen haben sollen, ist einer ermordet worden, vom zweiten weiß man nichts mehr.

Die Familie ist nach Österreich gekommen, und hat unserem Staat ihr Leben, ihre Sicherheit, ihre Zukunft anvertraut, indem sie einen Antrag auf Asyl gestellt hat.

Der Vater, der nur einige Brocken russisch beherrscht, wurde beim Asylverfahren in dieser ihm fremden Sprache befragt. Hinweise der Frau, dass ihr Mann nicht ausreichend russisch spreche, wurden nicht berücksichtigt. Einem Mann, der also russisch weder genügend sprechen noch lesen kann, wurde dann das Protokoll seiner Einvernahme zur Unterschrift vorgelegt. In seinem großen Vertrauen in die österreichische Menschlichkeit hat er das Protokoll dann unterschrieben.

Für die Familie wurde ein Antrag auf eine Niederlassungsbewilligung eingebracht, ein Antrag auf Wiederaufnahme des Asylverfahrens wird vorbereitet.

Der Vater ist wegen seiner Traumatisierung hier in Österreich in psychiatrischer Behandlung. Vater und Mutter nehmen auch Psychotherapie in Anspruch.

Die Familie wünscht sich nichts sehnlicher als ein normales Leben ohne Angst vor Verfolgung in Österreich.
Vater und Mutter sind arbeitswillig, es gibt auch Zusagen für einen Arbeitsplatz für beide in Ybbs.

Die Eltern kümmern sich außerordentlich liebevoll um ihre Kinder. Sie bemühen sich sehr, Deutsch zu lernen. Besonders die drei älteren Kinder machen dabei gute Fortschritte. Ihr Wortschatz ist unglaublich.

Die Familie stünde mit ihren vier Kindern bei einer Abschiebung vor dem Nichts: sie hat keinerlei Besitz und Zukunft in Tschetschenien.

Alle bemühen sich um Integration und Anschluss in Österreich. Sie sind eine Familie, die schnell Vertrauen schöpft und ganz offen für unsere Kultur und Lebensweise sind.

Für uns als Pfarre Ybbs ist es unvorstellbar, dass eine Familie, die berechtigterweise um das Leben eines Vaters von vier Kindern fürchtet, nicht die Möglichkeit erhalten soll, in Österreich sicher leben zu können.

Wenn Sie uns unterstützen wollen, können Sie für unser Anliegen Unterschriften sammeln und an das

Pfarramt Ybbs
3370 Ybbs/Donau
Peter Rosegger Promenade 5

senden bzw. im Postkasten vor dem Pfarrhof einwerfen.

Bitte senden Sie unsere Webadresse an Freunde und Bekannte weiter.

Unterschriftenlisten finden Sie am Ende der Seite zum Downloaden und Ausdrucken.
Artikel auf Kurier.at in der Ausgabe vom 24-10-2013

DANKE für ihre Unterstützung und Mithilfe!

Danke allen, die uns mit ihren Unterschriften geholfen haben.
Es sind insgesamt fast 1095 geworden!
Ich sehe dies als starkes Zeichen der Solidarität mit den Verfolgten.

Wir setzen jetzt unsere Hoffnung auf die Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof, weil es im Verfahren grobe Versäumnisse und Fehler gegeben hat.

Alle aktuellen Informationen sind von nun an auf unserem Blog zu finden:

http://matthaeus2535.blogspot.co.at/

 


 

 

Bilder unseres Pfarrlebens

Kontaktdaten

PFARRAMT YBBS
Peter Rosegger Prommenade 5, 3370 Ybbs
Tel.: +43 (0) 7412/52654
Fax: +43 (0) 7412/52654-8
Mail: pfarramt [AT] pfarre-ybbs [PUNKT] at
Mittels Kontaktformular
Website: www.pfarre-ybbs.at

Disclaimer

Alle Bilder und Inhalte dieser Website unterliegen dem
Copyright von  PFARRE YBBS online. Unerlaubte
Vervielfältigung ist untersagt. Für Verwendungsanfragen
wenden Sie sich bitte an das  Pfarramt Ybbs.