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Ein Rundgang durch die Kirche

Kirchenraum beim Eintritt vom Haupteingang  
Blick Richtung Altarraum
 
Sebastiansaltar  
Sebastiansaltar
 

Beim Eintritt in die Kirche beeindruckt die barocke Einrichtung im gotischen Bauwerk. Die Einrichtung hat reichen plastischen Schmuck, und der Gläubige vermag etwas von dem zu spüren, was Jakob in seinem Traum sah: "Hier ist nichts anderes als das Haus Gottes und das Tor des Himmels" (Gen 28,17).

Im nördlichen Seitenschiff befindet sich der Sebastiansaltar

 

Wer war der heilige Sebastian?

Die wenigen historischen Quellen zu diesem Heiligen berichten nur von seiner Herkunft aus Mailand und von seinem Martyrium am Beginn der Diokletianischen Christenverfolgung in Rom. Der Legende nach soll er mit Pfeilen beschossen worden sein, die ihm aber nichts anhaben konnten. Schließlich wurde er mit Keulen erschlagen. Er wurde – durch das ihm zugeschriebene Erlöschen einer um 680 in Italien wütenden Pest – zum wichtigsten Schutzheiligen gegen diese furchtbare Seuche. Sein Gedenktag ist der 20. Jänner.
Ein Zusammenhang mit der großen Pestkatastrophe in Ybbs (1645), der erfolgreich abgewehrten Pestkatastrophe im Jahre 1713 und dem 1720 errichteten Sebastiansaltar wird stark vermutet.

 

Die Kanzel

KanzelDie barocke Kanzel aus dem Jahre 1730 enthält in ihrer Gestaltung ein klares theologisches Programm. Ganz oben steht Christus als Sämann. Er sät das Wort des Evangeliums (die 4 Evangelisten sind in der unteren Hälfte dargestellt) aus in die Herzen der Menschen aller Erdteile. Die vier damals bekannten Erdteile sind am Schalldeckel als 4 sitzende Könige symbolisiert.

An der Rückseite zwischen der von zwei Engeln gehaltenen Draperie befindet sich ein vergoldetes Relief, das die Parabel vom bösen Feind, der das Unkraut in den Weizen sät (Mt 13,24-30, 36-43), darstellt. Der Hörer soll das Wort Christi aufnehmen und wie Weizen sein und nicht zum Unkraut werden.

Christus der SämannDas Programm der Kanzel kann aber auch als eine Relativierung, bzw. Warnung an den Prediger verstanden werden. Wenn er auf der Kanzel, so hoch über den Menschen thront, dann muss er sich bewusst bleiben, dass Christus immer über ihn steht. Er soll sich vom Geist leiten lassen (Taube im Schalldeckel) und nicht Unkraut sondern Weizen in die Herzen der Menschen säen. Eine notwendige und nicht immer einfache Herausforderung.
(Freie Interpretation von Kaplan Lic. theol. Rupert Grill)

 

 

Der Kreuzaltar

KreuzaltarDer Kreuzaltar befindet sich am rechten vorderen Langhauspfeiler und stammt in seiner heutigen Form – wie die Jahreszahl auf dem Wappenschild berichtet – aus dem Jahr 1720. In der Flachnische – zwischen bunt marmorierten Säulen und kantigen Pfeilern – ist ein spätbarockes Kreuz aufgestellt. Zu Jesu Füßen kniet Maria Magdalena. Seitlich stehen auf ausladenden Konsolen Maria, die Mutter Jesu, und der Apostel Johannes. Es handelt sich um die barocke Darstellung der Kreuzigungsszene, wie diese bei Johannes (19,19-30) aufgezeichnet ist. Unter dem Kreuz steht als Opfersymbol ein Kelch (Johannes 18,11). Daneben liegt noch ein vergoldeter Totenkopf, der den Kopf Adams darstellen soll. Nach einer spätjüdischen Legende wurde nämlich Adam in dem Felsen begraben, auf dem später Jerusalem erbaut worden war.
Auf dem Aufsatzbild zwischen den Engeln befindet sich in einem Wolkenkranz mit Cherubsköpfen das Symbol des Heiligen Geistes, die Traube, von der goldene Strahlen ausgehen. Oberhalb sitzt Gott Vater neben der Weltkugel. Darüber steht zwischen Putten und Vasen – als Themenangabe – das Kreuz.

 

Der Marienaltar

MarienaltarDer Marienaltar steht im südlichen Seitenschiff. Im gut komponierten, geschwungenen Aufbau hängt unter einem Baldachin das Ölbild „Maria auf der Mondsichel". Es zeigt die Muttergottes in braunem Gewand und pelzverbrämtem Mantel. Sie hält das Jesuskind in den Armen. Zwei Engel schweben über ihrem Haupt und halten eine Krone. Besonders schön ist der Goldgrund, der mit reichen Ornamenten ausgeschmückt ist. Nach der Art der Ikonen ist der Goldgrund Symbol für den Himmel. Der Blick für die übernatürliche Wirklichkeit und die Heilsgeheimnisse soll sich in diesen Bildern öffnen.
Links und rechts von der Bildnische weisen die vergoldeten Holzstatuen der heiligen Anna und des heiligen Joachim auf die Mutter des Herrn hin. Im Aufsatz ist zwischen zwei auf Segmentgiebeln sitzenden Engeln das Bild des heiligen Josef angebracht.

Bekrönt wird der Altar von der um die Weltkugel gruppierten Allerheiligsten Dreifaltigkeit.
Wichtiger Hinweis: Manche der hier dargebotenen Texte und Bilder wurden dem Kirchenführer der Stadtpfarrkirche Ybbs an der Donau entnommen. Es sollen aber hier nicht alle Details der Kirche dargeboten werden. Genauere Informationen über die Ybbser Stadtpfarrkirche entnehmen Sie bitte dem Kirchenführer.

Dieser kann in der Pfarrkanzlei bzw. im Glockenhaus erworben werden.
Preise: € 3,50 groß, € 1,00 klein

Weiters kann erstmalig die Pfarrgeschichte ab 1611 auf 8 CDs am Computerbildschirm präsentiert werden.

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich 21 Taufbücher, 14 Trauungsbücher und 20 Sterbebücher sowie eine Pfarrchronik angesammelt. Um nun die Bücher zu schonen, begann 2004 die Pfarre Ybbs (als eine der ersten Pfarren der Diözese St. Pölten) mit großer Unterstützung des Leiters des Diözesanarchivs, Herrn Dr. Aigner, mit der Digitalisierung von 31 Büchern. Tausende Seiten wurden von einer Firma aus St. Leonhard/Forst fotografiert und auf Computer gespeichert. Das Ergebnis ist nun auf 8 CDs abrufbar. Die Geschichte der Pfarre und der Stadt und seiner damaligen Einwohner kann nun einfach am Bildschirm nachgelesen werden, einzelne Eintragungen können im Original ausgedruckt werden. Als „Lesehilfe" steht Frau Martha Schadenhofer zur Verfügung. Für Ausdrucke von Originalen ist für die Refinanzierung ein kleiner Kostenersatz zu leisten. Jeder Interessierte kann natürlich auch nach telefonischer Vereinbarung (07412/52542) Einblick in die „digitale Pfarrbibliothek" nehmen. Unter dieser Telefonnummer kann auch auf Wunsch eine Führungen in der Pfarrkirche bestellt werden!

Weiters kann das 2004 fertig gestellte Totengedenkbuch durchgesehen werden. Alle seit 1950 verzeichneten kirchlichen Begräbnisse wurden kalendermäßig eingetragen. Frau Martha Schadenhofer hat dafür viel Schreibarbeit geleistet. Auch mussten viele fehlende Daten erst mühsam zusammengetragen werden. Das Buch liegt in der Kirche aufgeschlagen (mit dem jeweiligen Tagesdatum) auf.

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